Die Ereignisse überschlagen sich! Wenn sich Schneeglöckchen und Leberblümchen guten Morgen sagen…
Es ist jedes Jahr wieder eine der schönsten Zeiten im Jahr: wenn die Vögel morgens ihre schönsten Lieder singen, wenn die Schneeglöckchen ihr Zepter an Märzenbecher, Wald-Gelbsternchen und Leberblümchen übergeben und auch die ersten Buschwindröschen schon ihre Nasen Richtung Sonne strecken. Die Tage werden milder, die Sonne wärmt den Waldboden und sogar die erste Bärlauch-Ernte ist schon vollzogen!
Ein letztes Schneelgöckchen-Kapitel
Ein Mal noch konnten wir vor zwei Wochen die Schneelgöckchen besuchen, aber ihnen war bereits der fortschreitende Frühling anzusehen. Trotzdem konnten wir aus dem einen oder anderen Blümchen noch das letzte herausholen. Und auch beim Durchsehen all der Bilder von den Tagen und Wochen davor ist noch das eine oder andere Bild aufgetaucht, das wir euch nicht vorenthalten wollen! Irgendwie war dieses Jahr ein Schneeglöckchen-Foto-Jahr. Und da Bilder mehr als tausend Worte sagen, schaut doch einfach selbst… 🙂






Märzenbecher und Wald-Gelbsternchen
In einem Wald im Nachbarort gibt es direkt an einem hübschen kleinen Bach eine größere Gruppe Märzenbecher. Nirgendwo sonst wachsen sie hier in der Gegend, zumindest nicht in dieser Anzahl. Und so zieht es uns, sobald die Schneeglöckchen verblühen, an diesen Platz, um die hübschen großen Schwestern der kleinen Glöckchen ins rechte Licht zu rücken. Der Saharasand nahm uns leider das letztmögliche Gegenlicht, bevor die Sonne ohnehin sehr früh hinter dem gegenüberliegenden Wald verschwindet. Viel Zeit bleibt uns dort also nicht. Und wie jedes Jahr ist die Stelle die reinste Schlammschlacht… ohne Gummistiefel und die gute alte BW-Faltmatte geht hier nichts.
Doch auch ohne das erhoffte Licht konnten wir das eine oder andere Bild machen, mit dem wir durchaus zufrieden waren. Ein paar Meter den Bach hinauf stehen vereinzelt Wald-Gelbsternchen, die zwar irgendwie exotisch aussehen, aber dennoch heimisch sind. Auch hier konnten wir das eine oder andere Bild machen. Während wir so da saßen und fotografierten, hörten wir irgendwann ein seltsames, leises Brummen, das wir im ersten Moment nicht zuordnen konnten. Es kam eindeutig aus der Nähe – und zwar aus einem „Staudamm“ aus Zweigen und Ästen in dem kleinen Bach. Den Verursacher konnten wir nicht ausmachen, allerdings waren wir uns ziemlich sicher, dass es sich hier um einen kleinen, einsamen Laubfrosch handeln musste. Ob er hier im Bach wirklich auf ein Weibchen trifft, während auf der anderen Seite des angrenzenden Ackers ein Löschteich von einem Bauernhof ist? Wir wagen es etwas zu bezweifeln – drücken dem kleinen Brummer aber alle Schwimmhäute, dass es klappt. 😉
Leberblümchen
Die Leberblümchen sind für uns immer wieder das erste große Highlight im Jahr und so konnten wir es kaum erwarten, bis wir endlich wieder die ersten sonnigen Abende bei den kleinen blauen Schönheiten verbringen konnten. Auch hier machte uns der Saharastaub einen Strich durch die Rechnung mit dem Abendlicht. Das ist allerdings in dem Fall nicht ganz so schlimm, da sich die kleinen Blüten ja sowieso schon früher zu schließen beginnen und man im schönsten Abendlicht in der Regel nur noch geschlossene Blütenköpfe vorfindet. Und so haben wir uns nicht davon abhalten lassen und lagen Ewigkeiten vor den Leberblümchen auf dem Waldboden, ohne dass einer von uns etwas sagte. Wir waren einfach beide total im Fluss und konnten uns so richtig austoben.
Ausblick
In zwei Wochen steht unser Workshop „Frühling vor der Haustür“ auf dem Programm – wir freuen uns jetzt schon tierisch darauf, mit der Gruppe die Wälder unsicher zu machen… Ihr wollt auch mal dabei sein? Kein Problem, wir haben die Herbstworkshops ausgeschrieben: Natur kreativ – vom Sehen lernen zu deinem Bild und Herbst vor der Haustür!
Schaut doch mal vorbei! Wir freuen uns, euch bei einem der Workshops begrüßen zu dürfen.
Bis dahin, bleibt gesund und kreativ,
Daniel & Christine
















naturgezwitscher
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