Fotoforum Impulse, ICM Workshop und von neuen Planungen & gescheiterten Versuchen
In den letzten Wochen, eigentlich schon seit unserem Kurztrip Richtung Berlin, sind wir kaum mit der Kamera vor die Tür gegangen. Das liegt wahrscheinlich vor allem daran, dass wir gerade viel im Hintergrund arbeiten. Und da gibt es ein paar Neuigkeiten, die wir euch gerne erzählen wollen!
Online-Workshop ICM und Vortrag bei den fotoforum Impulsen
Wie ihr vermutlich wisst, läuft in der Zeitschrift fotoforum noch immer unsere Jahresserie „Kreativ durchs Jahr“, in der wir euch viele praktische Ideen und Tipps mit an die Hand geben, was ihr zur jeweils aktuellen Jahreszeit vor eurer Haustür fotografieren könnt. Aus dieser Zusammenarbeit haben sich nun zwei Veranstaltungen ergeben, die wir euch nicht vorenthalten wollen!
Zum einen geben wir für die fotoforum Akademie einen Online-Workshop zum Thema ICM. Wir erklären euch in diesem Workshop die Technik, zeigen euch, wie wir sie anwenden, und geben euch individuelle Rückmeldung zu euren Bildern. Weitere Informationen und alles Wichtige zur Anmeldung findet ihr hier. Wir freuen uns, den einen oder die andere von euch dort begrüßen zu dürfen! Der Workshop ist bereits ausgebucht, es gibt aber eine Warteliste. Vielen Dank für die ganzen Buchungen!
Anfang Oktober finden die fotoforum Impulse in Stapelfeld statt. Wir freuen uns sehr, dort unseren Vortrag „Natur kreativ“ zeigen zu dürfen. Wir freuen uns schon sehr auf ein Wochenende voller Inspiration, spannender Gespräche und interessanter Vorträge – und natürlich auch hier darauf, die eine oder den anderen von euch dort begrüßen zu dürfen! Kommt vorbei und sagt doch einfach mal hallo! 🙂


Gescheiterte Versuche
Hier und da hatten wir in den vergangenen Wochen dann aber doch noch Zeit, unsere Kameras auszuführen. Es begann alles mit einem Abendspaziergang, bei dem wir nur unsere Ferngläser dabei hatten. Meine – Christines – Mutter hatte uns eine Stelle empfohlen, wo auf einer Ausgleichsfläche unzählige Karden wachsen sollten. In Vorbereitung auf den Herbst und Winter, wenn hier unzählige Finken die Pflanzen besuchen sollten, wollten wir uns die Stelle mal ansehen.
Auf dem Weg dorthin, kurz vor der Blühfläche, beobachteten wir mehrere Schmetterlinge, die immer wieder kurze Revierkämpfe austrugen. Einer von ihnen setzte sich zwischendurch auf eine exponierte Stelle, die er wohl als Beobachtungspunkt auserkoren hatte. Als wir dann endlich einen Blick auf die hinter Büschen versteckte Fläche erhaschen konnten, war die Überraschung groß – denn hier waren etliche Dorngrasmücken unterwegs, die die Karden als Singwarten und Jagdansitz nutzten. Was für wunderbare Szenen!
Frohen Mutes und voller Erwartungen gingen wir am nächsten Abend mit dem Tele bewaffnet wieder hin. Der Sonnenuntergang versprach einen goldenen Ball am Horizont und wir malten uns weiche Bilder mit warmem Glow und natürlich einen Vogel an der passenden Stelle aus. Vor Ort angekommen sahen wir erstmal nichts. Kein Vogel weit und breit – mal abgesehen von einigen Exemplaren, die sich in den Büschen versteckten und ihre Abendlieder sangen. Blicken ließen sie sich jedoch nicht. Auch der Falter setzte sich an diesem Abend nicht so zuverlässig auf seinen Beobachtungspunkt wie am Abend zuvor… es war wie verhext. Das Licht war so wunderschön – aber kein Tier weit und breit. Zwischendurch entdeckte ich noch einen kleinen Weißling, der sich zwischen den Mageriten versteckte und immerhin für ein paar Fotos sitzen blieb. Aber Dorngrasmücken konnten wir an diesem Abend keine fotografieren.

Und so probierten wir es ein paar Abende später noch einmal. Ich lief zu einer anderen Stelle, denn die erste ist nicht zum Abendlicht ausgerichtet und die zweite bot mir zu wenig Bewegungsspielraum. Also nahm ich dieses Mal die dritte und letzte Möglichkeit. Ich sah kurz zwei Vögel durchfliegen, aber sie ließen sich leider nicht auf eine der Karden nieder. Ein Schmetterling flatterte herum, wählte aber eine viel zu tief stehende Pflanze als seinen vorübergehenden Pausenplatz. Frustriert legte ich die Kamera ins Gras. Kurz darauf hörte ich es im Wald hinter mir rascheln. Ich blickte nach links und sah nur noch ein großes Wesen die kaum befahrene Straße queren. Ich dachte zuerst an einen Hund, merkte dann aber schnell, dass das Tier dafür viel zu groß war. Ein Reh lief in die Ausgleichsfläche und sprang die ersten Meter über die Pflanzen hinweg – tauchte immer wieder zwischen den Mageriten und Karden auf. Was wären das für Bilder gewesen! Aber um ehrlich zu sein – so schnell hätte ich nicht mal reagieren können, wenn ich die Kamera im Anschlag gehabt hätte… So bleiben die Bilder in meinem Kopf, statt auf dem Sensor…
Und auch an diesem Abend ließen sich keine weiteren Vögel blicken, das Reh stand viel zu weit in der Fläche drin und auch Schmetterlinge fotografierten wir an diesem Abend keine… So ist das eben in der Naturfotografie – mal läuft es wie am Schnürchen und mal hat man eben einen schönen Abend in der Natur.
Ach, übrigens!
In unseren Workshops Natur kreativ und Herbst vor der Haustür sind noch Plätze frei! Wir freuen uns, wenn ihr dabei seid. 🙂
Bis dahin, bleibt gesund und kreativ!
Eure Christine










naturgezwitscher
Kennt ihr eigentlich schon naturgezwitscher? Das ist unser kostenloser naturbelichtet Newsletter. Meldet euch gerne an und erfahrt als erstes von neuen Workshops und neuen Blogartikeln. naturgezwitscher erscheint ca. alle 6-8 Wochen. Hier könnt ihr euch direkt anmelden:
Keine Kommentare