Winter und Wildpark

Winter und Wildpark

Der Winter ist da! Naja, zumindest war er es – und das gleich für fast zwei Wochen. Pünktlich zum neuen Jahr kam der Schnee vom Himmel herunter und ist mehr oder weniger bis vor ein paar Tagen geblieben. So zauberhaft es auch von drinnen aussah, so ungemütlich war es draußen. Die meiste Zeit wehte hier ein heftiger Wind, sodass die Temperaturen sich deutlich niedriger anfühlten, als sie ohnehin schon waren. Und noch dazu haben wir nach wie vor alle Hände voll zu tun, sodass wir es erst am vergangenen Wochenende wirklich nach draußen geschafft haben. Manchmal muss man sich die Zeit dafür einfach nehmen – gerade dann, wenn man sie eigentlich nicht hat.

Winterlicher Wildpark

Und so haben wir uns am verganenen Samstag auf den Weg in „unseren“ Wildpark gemacht, um dort mal wieder nach dem Rechten zu sehen. Obwohl dieser Park im Sauerland liegt, hatte es dort nur wenige Zentimeter mehr Schnee als bei uns. Doch das war eigentlich gar nicht so schlecht, denn so waren wir tatsächlich fast die einzigen Menschen im Park. Nur wenige Familien waren dort mit Schlitten unterwegs. Die meisten haben wohl lieber Regionen vorgezogen, in denen mehr Schnee lag. Und so genossen wir den sonnigen Wintertag bei den Tieren in aller Ruhe.

Die Lichtstimmung zum späten Nachmittag war gigantisch, doch wie das so ist: Die Tiere waren einfach immer an den falschen Stellen. 😉 Trotzdem konnten wir das eine oder andere zufriedenstellende Foto machen. Besonders die Hirsche auf der schneebedeckten offenen Fläche konnten wir winterlich in Szene setzen. Bei den Luchsen und den Waschbären war das ganze dann schon wieder schwieriger, da auf den Büschen und Bäumen der Schnee vom Wind bereits heruntergeweht worden war und wir so kaum winterliche Bilder machen konnten. Doch auch die düstere Stimmung der laublosen Bäume hat irgendwie was für sich.

Schneeverwehungen

Als wir an dem Samstag gerade losgefahren waren, fiel Daniel ein, dass er noch etwas vergessen hatte einzupacken. Ärgerlich, er musste noch mal umdrehen. Doch die Schneeverwehungen am Straßenrand ließen mir keine Ruhe. Also stieg ich samt Ausrüstung aus und verbrachte die Wartezeit damit, diese Kunstwerke aus Schatten, Licht und Eis auf den Sensor zu bannen. Es war eisig, denn der Wind pfiff an dieser Stelle ungebremst über die Landschaft. Ich konnte nur wenige Fotos machen, bis meine Hände so kalt waren, dass ich die Ausrüstung kaum noch halten konnte. Also packte ich sie schnell wieder ein, stellte mich mit dem Rücken zum Wind und hielt Ausschau nach Daniels Auto, das zum Glück schon kurz darauf auf mich zukam.

Doch die Schneeverwehungen ließen mich nicht los und so gingen wir am nächsten Tag noch einmal dorthin. Der Wind hatte nachgelassen und die Sonne schien sanft duch Schleierwolken hindurch, sodass die Kontraste nicht mehr so kräftig waren. Es hätte perfekt sein können, doch leider war ein Hund durch den tiefen Schnee gefegt und hatte große Teile dieses Wunderwerks zerstört. Doch hier und da gab es noch Teile, die sich durchaus in Szene setzen ließen. Besonders hatten mich die Spuren der Tiere begeistert. Hier eine Maus, die von einem Loch im Schnee zum nächsten geflitzt war, dort ein Kaninchen, dass erst umher geflitzt war und sich dann für eine Weile hingesetzt hatte. Und da ein Vogel, dessen Spur plötzlich mitten im Nirgendwo aufhörte.

Ausblick

Wir hoffen, auch ihr konntet den Winter genießen und ihn fotografisch für euch nutzen! Passend zu dem Wetter der vergangenen Tage gibt es übrigens in der aktuellen Ausgabe der fotoforum den ersten Artikel einer 6teiligen Serie von uns. Es geht darum, wie wir auch bei kleinen Schneehöhen – wie sie ja in weiten Teilen Deutschlands vorkommen – winterliche Fotos machen können. Schaut doch unbedingt mal rein!

Bis dahin, bleibt gesund und kreativ!

Christine

naturgezwitscher

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