Ein Sommerabend, ein Fußbad und Abschied in die Sommerpause

Ein Sommerabend, ein Fußbad und Abschied in die Sommerpause

Wir befinden uns gerade mitten in den Vorbereitungen für unsere Sommertour – es geht, wen wird’s überraschen, wieder nach Schweden! Und wie jedes Mal werden wir uns dort absolut treiben lassen – von unserer Stimmung, von unserer Entdeckerlust, vom Wetter und allem, was sonst noch so passiert. Immerhin haben wir mittlerweile die Fähre gebucht und uns ein erstes Ziel ausgesucht – das ist schon mehr als so manches andere Mal. 😉

Ein Sommerabend

Doch bei all der Vorfreude und all den Vorbereitungen schaffen wir es momentan tatsächlich auch noch, mit der Kamera vor die Tür zu gehen. So ging es vor ein paar Tagen zum Sonnenuntergang in ein kleines, feines Naturschutzgebiet in der Gegend mit einem hübschen Halbtrockenrasen. Es blühte wirkich überall in den unterschiedlichsten Farben. Die Trampelpfade waren kaum noch zu begehen, weil die Pflanzen teilweise mehr als hüfthoch standen. Wir erwarteten eine Zeckenparty auf unserer Haut, gefunden haben wir tatsächlich nur zwei…

Was uns hier doch sehr erstaunt hat, war die Zahl der Tagfalter, die wir an diesem Abend zählen konnten: Ein einziger. Wie unendlich traurig! Das Wetter war absolut perfekt für Schmetterlinge, Pflanzen gab es ohne Ende – aber scheinbar ist der Negativtrend bei den Schmetterlingen in den letzten Jahren noch beschleunigt worden… Noch vor zehn Jahren vielleicht falterte es hier an allen Ecken und Enden.

Dennoch versuchten wir, den Blick auf das Positive und Schöne zu richten an diesem Abend. Die Farben, das Licht, das Summen der Bienen, die immerhin noch zahlreich vertreten sind. Es lag wirklich ein Zauber in der Luft, als die letzten Sonnenstrahlen die alten knorrigen Äste der Eiche, die mir so ans Herz gewachsen ist, in ein orangegoldenes Licht tauchte. Es war, als würde die Zeit stehenbleiben, zumindest für einen Moment. Bis das Licht erlosch und die Nacht sich langsam aber sicher über die Wiese legte.

Ein Fußbad im Fluss

Und dann war da noch ein heißer Sommernachmittag, als Daniel plötzlich meinte: „Sollen wir mal da zu dem Fluss fahren, wo wir mal die Prachtlibellen gesehen haben?“ Zugegeben – meine Motivation hielt sich erst in Grenzen. Migräne, diese Hitze und eine elend lange To-do-Liste hätten mich fast dazu bewogen, zu Hause zu bleiben. Doch dann raffte ich mich auf und wir machten uns auf den Weg. Wir fahren immerhin über eine halbe Stunde dorthin, aber der Weg hat sich mehr als gelohnt.

Am Ufer angekommen, mussten wir erst ein wenig nach einer geeigneten Stelle suchen. Aber als wir dann ein paar Teichrosen auf der Wasseroberfläche sahen, wo sich teilweise 6-8 gebänderte Prachtlibellen-Männchen tummelten, gingen wir keinen Meter mehr weiter. Wir setzten uns ans Ufer und fotografierten. Aber schon bald waren wir nicht mehr zufrieden mit dem, was da möglich war. Nach kurzem Zögern gingen wir also kurzerhand samt Schuhen ins Wasser, um die Tiere aus direkter Nähe zu fotografieren.

Es ist schon absolut spannend zu sehen, dass Libellen einfach keine Fluchtdistanz haben. Bewegt man sich langsam und vorsichtig, nutzen sie dich sogar als Ansitz! Das ist uns gleich mehrfach passiert und hat uns immer wieder zum Lachen gebracht. Da steht man in einer völlig unbequemen Pose mit samt Schuhen im Fluss – und das Motiv der Begierde nutzt dich einfach als Ansitz! Es war einfach schräg. Doch das eine oder andere Bild konnten wir dann doch noch machen, sodass wir uns nachher um einen leichten Sonnenbrand und einigen Mückenstichen reicher zufrieden auf den Rückweg machten.

Sommerpause!

Für uns geht es also nächste Woche nach Schweden – daher pausiert der Blog wie üblich einige Wochen. Wenn wir unsere Fotos sortiert und bearbeitet haben, werden wir euch hier von der Reise berichten! Wenn du das nicht verpassen willst, abonniere doch unseren Newsletter – optional kannst du dich dort auch über neue Blogartikel informieren lassen. Wir wünschen euch einen wunderschönen, farbenfrohen und fotoreichen Sommer!

Bis dahin, bleibt gesund und kreativ,

Daniel & Christine

naturgezwitscher

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