Verbessertes Entrauschen in Capture One & neues vom Vogelseminar

Verbessertes Entrauschen in Capture One & neues vom Vogelseminar

Die letzten beiden Wochen standen für uns mal wieder unter dem Motto „gucken, lesen, lernen“ ;-). Wir waren wieder beim Vogelseminar, haben einen kleinen Shoppingtrip nach Münster gemacht und dazu hat Capture One nun endlich eine Entrauschungsfunktion erhalten, die ich auf Herz und Nieren getestet habe. 

Freie Workshopplätze

Ein kurzer Hinweis vorab in eigener Sache: bei unseren kommenden Workshops „Herbst vor der Haustür“ und „Natur kreativ – Vom Sehen Lernen zu deinem Bild“ sind noch Plätze frei! Wir freuen uns auf Euch!

Verbessertes Entrauschen in Capture One – ein erster Test

Beim Teutates! Da ist mir doch fast der Himmel auf den Kopf gefallen, als ich vor einigen Wochen eine Email von Capture One mit Infos zur neuen Beta Version erhalten habe. Normalerweise sind diese Emails nicht so spannend, aber als direkt an erster Stelle „Enhanced Denoise“ als neue Funktion stand, wurde ich hellhörig. Ich konnte es in dem Moment kaum glauben. Für die nicht Capture One Nutzer und Kenner: Das ist eine kleine Sensation!

Ich habe direkt die Beta Version heruntergeladen, einen neuen Katalog erstellt und einige High ISO Bilder herausgesucht. Meine Erwartung war eher gedämpft, da man Capture One nun nicht unbedingt als Pionier der Entrauschung kennt und die gezeigten Beispiele alle mit Portraitfotos waren. 

Nach einem Klick und einer kurzen Wartezeit (wird im Hintergrund verarbeitet) war das erste Ergebnis da… und es war gut. Nein, sogar richtig gut! Ich konnte es kaum glauben und habe direkt noch einige andere RAWs damit entwickelt.

Im Grunde wird die bisherige Entrauschung durch die neue verbesserte, KI gestützte, ersetzt. Man hat nach dem Aktivieren nur noch einen Regler zwischen 0 und 100 für die Intensität der Entrauschung, Standardmäßig ist hier die goldene Mitte ausgewählt. Es wird dazu eine kleine Zusatzdatei erzeugt und man kann nach dem Berechnen in Echtzeit die Stärke beeinflussen.

Mittlerweile ist das verbesserte Entrauschen in der neuen Capture One Version enthalten.

Bisher habe ich immer DXO Pure RAW zum Entrauschen verwendet, allerdings war der Workflow damit in Zusammenhang mit Capture One umständlich. Dazu hatte ich Immer wieder mal das Problem, dass die Farben nicht so wie beim Ausgangsbild waren, oder die Helligkeit nicht passte. Klar kann man es im Nachgang größtenteils wieder anpassen, aber es ist ja nicht unbedingt Sinn der Sache. In seltenen Fällen war mir das Ergebnis auch einfach zu clean und wirkte unnatürlich. Ein wenig Rauschen darf im Zweifel ruhig vorhanden sein finde ich.

Die neue verbesserte Entrauschung macht ihren Job richtig gut. Die Bilder sehen sehr natürlich aus, die Farben, Belichtung, etc. bleiben genauso wie sie vorher zu sehen waren. Ich habe noch keine Artefakte oder komische Tonwertabrisse entdecken können. Dazu bleiben viele Details erhalten. Man hat halt einfach kaum / kein Rauschen mehr und genau so sollte es auch sein. Ich stelle den Regler meist deutlich zurück und nutze eher Werte um 10-35. Das kommt natürlich auf das Bild und ISO an, höhere Werte habe ich aber bisher noch nicht gebraucht. Der Workflow ist um Längen besser, schneller und einfacher als bei externen Lösungen. Ein Klick, Regler anpassen und fertig. Endlich!

Ist die Lösung perfekt? Nein. Was ich noch in Zukunft gerne hätte, wäre eine Möglichkeit das Ganze noch als Maske zu nutzen, wenn man den Effekt zugunsten von mehr Details etwas reduzieren möchte z.B..

Vogelseminar 3/4

Letztes Wochenende stand Teil 3 des Vogelseminars mit dem NABU Ruhr an. 

Wir haben uns wieder einmal andere Lebensräume angesehen und wurden mit zahlreichen spannenden und auch unerwarteten Beobachtungen belohnt. Diesmal waren wir in landwirtschaftlich geprägten Flächen und an einem Altarm eines Flusses unterwegs.

Besondere Highlights waren diesmal einige jagende Rohrweihen, eine Wiesenweihe, Feldlerchen, ein Grauschnäpper, ein Seidensänger, ein jagender Baumfalke und viele andere! Unsere Artenliste war ziemlich gut gefüllt!

Es ist einfach enorm, was man alles beobachten kann und so auch über das Verhalten, den Ruf und Zusammenhänge lernt. 

Wir haben wieder viel Input erhalten und verarbeiten das Ganze derzeit noch für uns. Das Beobachten war uns auch hier wichtiger als das Fotografieren, das ein oder andere Bild haben wir aber dennoch mitgebracht.

Christines Canon RF 200-800mm war zwischenzeitlich aus der Reparatur von Canon wieder da (Dauer: vom 20.5. bis 10.6.). Canon hat beim 200-800 trotz intensiver Suche nichts gefunden und ich habe es zum Testen einfach beim Seminar ausprobiert. Toi Toi Toi, bisher ist der seltsame Fehler mit dem springenden / trägen Autofokus nicht mehr aufgetreten.

Shoppingtrip

In der Zwischenzeit waren wir auch an einem schönen sonnigen Samstag in Münster unterwegs und haben uns dort vorrangig in diversen Outdoorläden umgesehen. 

Wir brauchen ein paar Dinge für unseren kommenden Urlaub – wo wir hinfahren, wird noch nicht verraten. 

Neben etwas Kleinkram haben wir aber einen neuen, sehr leichten, Wanderrucksack und einen Schlafsack gekauft.

Ein Abstecher in ein Fotogeschäft durfte natürlich auch nicht fehlen. Beinahe wären wir bei dem ein oder anderen Vintage Objektiv oder einem Spektiv schwach geworden, aber am Ende haben wir nichts mitgenommen. Aber Träumen wird man ja dürfen 😉

Ausblick

Die Blühstreifen an den Feldern in der Nähe sehen gerade richtig schön und verlockend aus. Den ein oder anderen Abend wird es uns mit Sicherheit dort hin verschlagen. Dazu möchten wir ein kleines Projekt aus dem letzten Jahr wieder aufleben lassen und nach Glühwürmchen schauen. Ein Blick auf die Orchideen darf aber auch nicht fehlen… Ihr merkt es schon: zu Beobachten und fotografieren gibt es genug.

Bis bald,

Euer Daniel

naturgezwitscher

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