Zurück aus der (heimlichen) Winterpause – von Wald, Vögeln, Wintertagen und einem rollenden Konverter…
Liebe Blogleserinnen und -leser,
wir wünschen euch allen ein zufriedenes und gesundes Jahr 2026! Unglaublich aber wahr, es ist schon wieder ein Jahr rum und unser kleines Projekt „naturbelichtet“ wird schon drei Jahre alt! 🙂 Nachdem wir vor zwei Wochen heimlich geschwänzt haben, gibt es heute wieder einen kleinen Bericht, was wir in den letzten Wochen so getrieben haben.
Kurztrip
Auf Instagram habt ihr es mitbekommen, wir waren im Dezember für einige Tage im Urlaub – wir haben ein Baumhaus gemietet und wollten einfach mal ein bisschen abschalten, was anderes sehen, genießen. Das Haus selbst war ein Traum, rustikal, gemütlich und zweckmäßig eingerichtet, geheizt wurde natürlich mit Holz und den Abend konnten wir im ebenfalls holzbeheizten Zuber auf der Terasse unterm Sternenhimmel verbringen. Direkt am Waldrand gelegen, waren lange Waldspaziergänge, Tiere beobachten und Spurensuchen natürlich vorprogrammiert. Doch neben all dem haben wir hier und da natürlich auch zur Kamera gegriffen. So konnten wir wunderschöne Waldstimmungen einfangen und an einem Flussufer diverse Vögel in unterschiedlichsten Lichtstimmungen fotografieren.









Der rollende Konverter…
Am vierten Adventswochenende durfte ich, Christine, trotz bereits begonnener Weihnachtsferien im Waldkindergarten noch einmal antanzen zum Waffelverkauf zugunsten unserer Einrichtung. Während ich also mit einigen anderen dabei war, die hungrigen Bäuche der Besucher zu füllen, bekam ich zwischendurch ein Foto von Daniel zugeschickt, begleitet von verlegen grinsenden Smileys. Was war da los?! Als ich das Foto öffnete, sah ich einen Konverter unter Wasser liegen. „Äh?!“, war alles, was ich denken konnte. Nach getaner Arbeit bekam ich dann die Geschichte dazu zu hören:

Daniel saß an einem leicht abschüssigen Seeufer unter einem Tarnnetz und wartete darauf, dass die Wasservögel sich näherten, die in seiner Umgebung schwammen. Den Konverter hatte er griffbereit neben sich gelegt. Als er sich nach einer Zeit etwas anders hinsetzte, war er irritiert über das Geräusch, das darauf folgte. Ein „Plopp“. Für einen Fisch zu laut und zu nah am Ufer. Was kann es sonst gewesen sein? Ein Griff an die Stelle, wo der Koverter liegen sollte, ließ nichts Gutes erahnen. Also kämpfte er sich aus dem Tarnnetz und schaute ins Wasser – wo er seinen Konverter liegen sah. Zum Glück weder tief noch weit vom Ufer weg, sodass er ihn direkt herausfischen und abtrocknen konnte.
Zu Hause angekommen wurde der Konverter noch einmal vorsorglich abgetrocknet und in eine Tüte mit einer über Jahre entstandenen Sammlung von Silicea-Beuteln gepackt. Nun blieb nichts weiter übrig als warten. Und hoffen. Und warten. Nach einigen Tagen öffnete er gespannt die Tüte und setzte den Konverter zwischen Kamera und Objektiv. Die Spannung stieg – und Gott sei Dank funktioniert er noch einwandfrei! Trotzdem rät Daniel übrigens vom Nachahmen ab. 😉



Winter vor und hinter der Haustür
Neulich morgens sahen wir aus dem Fenster im ersten Stock, dass die Autodächer von Eisblumen übersät waren. Völlig begeistert warfen wir unseren Plan, den sonnigen Morgen für einen Spaziergang zum Bäcker zu nutzen, über den Haufen, tauten Brötchen aus er Truhe auf und fingen den Winter vor und hinter unserer Haustür ein. Denn nach den anfänglichen Eisblumen auf den dunklen Autodächern und durchleuchteten Scheiben zog es uns noch in den Garten. Denn hier warteten eingefrorene Fruchtstände unserer kleinen Wildblumenwiese und der Waldrebe, ein zugefrorener Teich und winterlich verfärbter Farn mit Frostkonturen auf uns. Wir tobten uns aus, bis uns Kälte und Hunger wieder ins Warme zogen und genossen die Wintersonne vom Frühstückstisch aus.
Am gleichen Tag zog es uns zum Sonnenuntergang noch mal raus, um in einem kleinen Naturschutzgebiet in der Nähe eine Abendrunde zu drehen. Jeder von uns hatte eine Kamera mit Vintagelinse dabei, um hier oder da eine Kleinigkeit am Wegesrand zu fotografieren. Die Ausbeute war klein, aber gar nicht so übel.


Was bleibt
Den Jahreswechsel haben wir ruhig verbracht, in der bangen Erwartung, was das nächtliche Feuerwerk mit unseren Tieren im Garten macht. Vor einigen Wochen hat sich ein Kohlmeisen-Männchen unseren Nistkasten mit Kamera als Nachtquartier ausgesucht und so konnten wir in der Nacht verfolgen, wie der kleine Vogel, der gerade jede Energie zum Überleben braucht, auf diese „Tradition“ reagiert. Glücklicherweise war er zwar wach, aber nicht panisch, er hat den Lärm in seinem Versteck über sich ergehen lassen und sich anschließend wieder zur Ruhe gelegt. Immerhin eine gute Nachricht zum Jahresbeginn. 🙂
Wir freuen uns nun auf ein spannendes Jahr, denn es kommt Einiges auf uns zu! 🙂 Den Beginn macht eine Jahresserie in der fotoforum, die aktuelle Ausgabe mit dem ersten Teil ist ab sofort im dazugehörigen Onlineshop erhältlich. Schaut doch mal dort vorbei!
Bis dahin, bleibt gesund und kreativ!
Christine








naturgezwitscher
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